Warum trinkt die Generation Z weniger Alkohol als alle Generationen davor?
Die Generation Z (geboren 1997–2012) trinkt laut OECD-Daten 2024 durchschnittlich 30% weniger Alkohol als die Generation X im gleichen Lebensalter. In Deutschland ist der Anteil der 18- bis 25-Jährigen, die regelmäßig Alkohol trinken, von 49% (2008) auf 36% (2023) gesunken — ein Rückgang von 13 Prozentpunkten in 15 Jahren (BZgA). Die Hauptgründe sind Gesundheitsbewusstsein, sozialer Wandel durch Social Media, veränderte Freizeitgewohnheiten und ein gewachsener Qualitätsanspruch an Genuss.
Der wichtigste Treiber ist laut Studien nicht anti-alkoholische Überzeugung, sondern Qualitätsorientierung: Generation Z überträgt ihren Qualitätsanspruch beim Essen und bei Kaffeespezialitäten auf alle Konsumbereiche. Ein alkoholfreier Kombucha von einem Mikro-Hersteller ist für viele attraktiver als ein billiges Bier — nicht weil er keinen Alkohol enthält, sondern weil er besser zum Selbstbild als informierter Konsument passt.
Was die Forschung überrascht: Der Rückgang des Alkoholkonsums bei Generation Z ist kein Wohlstandsphänomen. Er ist gleich stark in einkommensstarken wie einkommensschwachen Gruppen zu beobachten (Lancet-Studie 2022). In der deutschen Gastronomie gaben 2023 48% der Gastronomen an, dass die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken in den vergangenen drei Jahren signifikant gestiegen ist — mit besonders starkem Wachstum im Segment der unter 30-Jährigen.
| Generation | Regelmäßige Trinker (D) | Veränderung |
|---|---|---|
| Babyboomer (1946–1964) | ~68% | Referenzgruppe |
| Generation X (1965–1980) | ~61% | –7 Punkte |
| Millennials (1981–1996) | ~52% | –16 Punkte |
| Generation Z (1997–2012) | ~36% | –32 Punkte |
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